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Selbstbehauptungskurse für Mädchen

 

In bestimmten Bereichen der Kriminalität befinden sich Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechtes in einer Opferrolle, z. B. bei sexueller Nötigung, Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch von Kindern.

Viele dieser Straftaten laufen nach gleichen oder ähnlichen Mustern ab und könnten mit hoher Wahrscheinlichkeit durch entsprechendes Verhalten vermieden werden.

 

So haben Untersuchungen des Bundeskriminalamtes und der Polizei Hannover ergeben, dass Frauen, die sich massiv gegen einen Sexualstraftäter wehrten, zu 85% den Erfolg hatten, dass es nicht zur Vollendung der angestrebten Tat gekommen ist.

Dieses Ergebnis führte zur Konzeption von Selbstbehauptungskursen für Frauen und Mädchen bei der Polizei Bonn, die seit Beginn der 90er Jahre mit gutem Erfolg durchgeführt werden. Der Polizeisportverein Bonn hat vor einigen Jahren die Organisation und Umsetzung aller Kurse übernommen. Bei den Frauenselbstbehauptungskursen ist das Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz weiterhin Kooperationspartner.

 

Die Selbstbehauptungskurse wurden mehrfach im Rahmen von Diplomarbeiten evaluiert.

Die Mädchenkurse wurden erstmalig im Jahre 2002 im Rahmen einer Dissertation unter dem Thema „Sexualisierte Gewalt und ihre Prävention“ (Evaluation eines Konzeptes der Polizeilichen Kriminalprävention/Selbstbehauptungskurse für Mädchen) mit positivem Ergebnis evaluiert.

 

Themenbereiche

 

Die Inhalte der Trainingssequenzen unterteilen sich in psychologische, sportliche und kriminalistische/kriminologische Bereiche.

 

1.      Psychologischer Bereich

Gesprächsrunden,

Rollenspiele,

Vermittlung von Selbststärkung,

Übungen zu Themen, wie

- eigenen Gefühlen vertrauen

- frühzeitige Wahrnehmung

- Körpersprache

- Einsatz der Stimme

- Blickkontakt

- Grenzen setzen

 

2.      Sportlicher Bereich

- Vermittlung von

- einfachen Schlag- und Tritt-Techniken

- Befreiungstechniken aus den unterschiedlichsten Kampfsportarten.

 

Alle Techniken sind leicht erlernbar und sofort anwendbar.

 

3.      Kriminalistischer/Kriminologischer Bereich

 

Informationen zu

- Täter-/Opferverhalten

- Tatgelegenheiten und -situationen

- Notwehrrechte

- Helferverhalten

- Gefahren im Internet

- „Handyfalle“

- Gefahren in sozialen Medien

- Datenschutz und Persönlichkeitsrechte

- Gewaltsituationen auf der Straße

- Formen von Gewalt

- Verhalten in Clubs (KO-Mittel)

- Hilfsmittel der körperlichen Selbstverteidigung

- Jugendschutzgesetz

 

Trainerteam  

 

Gemischtgeschlechtliches Team mit langjähriger Erfahrung

- Psychologin / Pädagogin

- Selbstverteidigungstrainer, je nach Gruppengröße ein oder zwei Trainer

- vereinzelt auch eine Sporttrainerin

 

Die Kurse sind interdisziplinär angelegt. Die Trainer arbeiten als Team und decken nicht nur ihren eigenen Bereich ab.

 

Altersgruppen

 

Mädchen 12 - 14 Jahre

oder

Mädchen 15-18 Jahre

 

Die Kursinhalte werden altersentsprechend vermittelt.

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